An die Arbeit! (UA)
von Eva Christina Zeller
Premiere (Uraufführung) am 31. März 2012
Was ist Arbeit? Es ist, als frage man, was ist Leben? Schon das Atmen ist Arbeit. Wenn man es recht bedenkt, dann ist ein Gedicht darüber zu schreiben weniger Arbeit, als dieses Leben zu leben, was doch viel Arbeit ist, weil man ihm nicht entkommt. Da ist zum Beispiel das Fleuropmädchen, das Kränze in die Aufbahrungshalle bringt. Ein Sterntalerkind, das die Lebenden und die Toten trifft. Mütter, Väter, Gescheiterte. Alle haben noch Arbeit vor sich und ungewöhnliche Berufswege hinter sich. Alle arbeiten immerfort. Alle verbindet irgendetwas – sei es Liebe, Familie, Einsamkeit, Arbeitswut oder Therapie. Alle suchen nach Klärung. Nacktheit, Tod und Kunst gehören zusammen. Die Tübinger Autorin und Esslinger Bahnwärterstipendiatin begibt sich mit dieser Stückentwicklung auf eine ungewöhnliche Reise in die Höhen und Tiefen des Daseins. Ein märchenhafter, leichter, tiefgründiger und komischer Theaterabend soll es werden, bei dem Sie, liebes Publikum, nicht arbeiten müssen. Das tun die Schauspieler. Sie sitzen im Spiegelkabinett.
Württembergische Landesbühne Esslingen, Podium II
Regie: Katrin Enders
Ausstattung: Nana Hülsewig